Bild vergrößern


  

Krupp Eine deutsche Familie 2 DVDs

8.82


K - Krupp - Eine deutsche Familie.
  • 19 Bewertungen: 2.5




Krupp - Eine deutsche Familie (2 DVDs)

jetzt bestellen...

im amazon Shop

8.82

Details zu den Versandkosten auf der Shop Seite
 
 


 
Atmen im Tod
Gute Verfilmung. Lustige Regieschnitzer. Im dritten Teil bewegt sich bei der toten, aufgebahrten Iris Berben deutlich der Brustkorb. Köstlich!
 
  Am Thema vorbei - nur Effekthascherei
In den Medien wurde der "Krupp-Epos" (Krupp- Eine deutsche Familie)seinerzeit immer lobend erwähnt.
Aber weder Drehbuch, Dialoge, Regie noch die meisten schauspielerischen Leistungen werden dem Thema bzw. Auftrag gerecht. Es ist zweifelsohne ein sehr großes Unterfangen gewesen, die Familie Krupp gerade in den Hochzeiten ihres Erfolges darzustellen. Zu vielschichtig, zu diffizil waren Ereignisse und Charaktere zu jener Zeit.
Die Dialoge erinnern einen an ein Daily-Soap-Script.
Die einzigen Schauspieler, die überzeugen und den wirklichen Vorlagen gerecht werden, sind in absteigender Reihenfolge: Nikolai Kinski (sehr gute Darstellung des
Arndt von Bohlen und Halbach), Valerie Koch (als junge Bertha Krupp)und Benjamin Sadler (Alfried Krupp). Alle drei haben das richtige Timing und ihre Rolle verinnerlicht.
Iris Berben hingegen steigert sich hysterisch in Gefühlswallungen, die Bertha Krupp sicher nicht zuzuschreiben waren. Berben ist mit dieser Rolle hoffnungslos überfordert.
Verbitterte Mimik, böse Blicke reichen als schauspielerische Eignung für diese Rolle nicht aus. Iris Berben setzt sich zu sehr auf die Rolle, wirkt verkrampft und hilflos und das nervige Betonen von "Alfried" im schreiernden Stil ist unerträglich.
Totale Fehlbesetzung.
Vor über dreißig Jahren habe ich angefangen, mich mit dem "Krupp-Mythos" zu beschäftigen. Sogar im späteren Studium gab es zuweilen Themen rund um Krupp.
Was hier auf DVD und zuvor im Fernsehen gezeigt wurde, hat mit Krupp fast nichts zu tun.Der Rahmen stimmt einfach schon nicht. Die Produktion könnte lediglich eine Analogie einer deutschen Industrieellenfamilie sein, ohne jemals den Namen Krupp in den Herstellungskosten. Wenn ich mich recht entsinne, soll das Ganze ungefähr 11.000.000 Euro gekostet haben. Das war das Geld aus GEZ-Gebühren nicht wert. Da muss man mehr erwarten.
Bin kein Berben Fan, aber auch kein Berben-Hasser. Aber die Vermengung zwischen Mutter (Schauspielerin,Hauptdarstellerin) und Sohn (Produzent) hat einen merkwürdigen Beigeschmack. Erst recht merkwürdig, da hier keine gute Qualität abgeliefert wurde.
 
Hätte eine spannende Geschichtsstunde werden können !!!!!!!
Wenn nicht Herr Rola Regie geführt, Herr Oliver Berben produziert, und seine Mutter, Iris Berben, die Hauptrolle übernommen hätten.
Die Geschichte der Krupps - sowohl wirtschaftlich als auch familiär - ist ganz sicher eine spannende Geschichte. Und wenn man - wie ich- in Essen aufgewachsen ist, war die Firma Krupp überall präsent. Doch nicht nur in Essen, weltweit hatte diese Firma "ihren Namen".
Der Film wurde dem Titel "Krupp - eine deutsche Familie" nicht gerecht. Ich habe keine Dokumentation erwartet, doch zumindest einiges an wahren Begebenheiten. Allein dieser Rückblick durch Frau B. Krupp, unsäglich schlecht gespielt und völlig fehlbesetzt durch Frau Berben, war dramaturgisch kein guter Griff. Im Zeitraffer wurden einige Einblicke in die Geschichte gezeigt, die kein Bild der Familie und der Firma zeichnen konnten. Die große Bedeutung für die Wirtschaft Deutschlands und der Welt wurde fast völlig unter den Tisch gekehrt.
Natürlich ist es schwierig, eine Jahrzehnte umfassende Geschichte in 270 Minuten zu packen, doch gibt es Familiengeschichten, z.B. Die Manns (630 Minuten), in denen dies wunderbar gelungen ist.
Ich denke, ein anderer Produzent oder ein anderer Regisseur ( eben zum Beispiel Herr Breloer oder Jo Baier) hätten daraus eine wunderbare Familien- und Firmengeschichte geschaffen, wenn man sich mehr Zeit genommen hätte. Leider wurden auch die Buddenbrocks durch Herrn Breloer in 145 Minuten verschandelt.
Es ist schade, dass die Fernsehanstalten anscheinend immer mehr dem Trend folgen (von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen), verfilmte Geschichte knapp, schnell und ungenau zu zeigen. Gott sei Dank gibt es ältere Verfilmungen, auf die man zurückgreifen kann, wenn man noch wirklich gute geschichtliche Fernsehfilme sehen möchte. Die Qualität des Fernsehfilmes nimmt leider weiter ab, und es scheint den verantwortlichen Intendanten ziemlich egal zu sein, was der Zuschauer möchte - Dank GEZ bekommen die Sender ihr Geld.
Nun möchte ich die Fans von Frau Berben bitten, auf Kommentare zu verzichten. Sie hat sicher einige gute Filme gemacht, aber sie ist nicht für alle Rollen geeignet - leider scheint sie dies aber nicht zu erkennen.

 
  Absolut sehenswert
Geschildert wird aus der Perspektive einer Nacht der alten und schließlich sterbenden Bertha Krupp. In Rückblenden wird dann die ganze Geschichte dieser Familie geschildert. Der Film hat anfänglich vor allem dadurch Schwächen, dass innerhalb kürzester Zeit eine Vielzahl von Personen eingeführt wird. Je nach Alter werden diese Personen teilweise von unterschiedlichen Schauspielern dargestellt, so dass zu Beginn des ersten Teils eine gewisse Verwirrung auftreten kann, insbesondere da die Rückblenden nicht chronologisch erfolgen. Iris Berben und Benjamin Sadler sind eine hervorragende Besetzung und schaffen es, die Geschichte authentisch zu vermitteln. Mit ca. 270 Minuten ist der Film nicht gerade kurz, doch Langeweile kommt nicht auf. Zusätzlich enthält die DVD interessantes Bonausmaterial, zum einen das "Making-of" aber auch Zeitzeugenberichte.
 
Historische Familiensaga,großartig gespielt
Ja, das Drehbuch hätte man noch straffen können. Ja, es gibt ein paar zu viele Szenen, in denen Iris Berben ihrem Filmsohn wie in einer Endlosschleife "Du bist Krupp!!!" entgegenzischt. Und: Ja, wirklich, diese computeranimierten Trick-Sequenzen sind absolut grauenhaft schlecht und ebenso überflüssig!

Dennoch ist mir der vorliegende Dreiteiler vier Sterne wert. Die erzählte Geschichte und der Umstand, dass diese offenbar auch noch in weiten Teilen auf wahren Begebenheiten beruht, haben mich beide sehr fasziniert und interessiert. Es gelingt dem Drehbuch außerdem sehr gut, die Schrecken der Kriegstreiberei durch Waffenlieferung, die unternehmerische Leistung, die feudal-sozialen Errungenschaften und die politische Verflechtung des Geschäfts der Krupp-Familie in ihrer moarlaischen Widersprüchlichkeit deutlich zu machen.
Leider liegt die Gewichtung sehr auf Bertha Krupp, Arndt Krupp hingegen wird etwas zu wenig Raum gegeben.

Doch es überwiegt bei mir der positive Eindruck: Eine faszinierende Familiensaga mit facettenreicher Charaktervielfalt wird vor imposanter Kulisse und mit sehr üebrzeugendem Ensemble zu einem fesselnden DVD-Ereignis, das mir einige bis dato unbekannte Aspekte der jüngeren deutschen Geschichte nahe bringen konnte.